Einer davon ist der Prophet Elia, den ich in der gestrigen Andacht erwähnt habe. Nach einem großen geistlichen Sieg über die Baalspriester finden wir ihn auf der Flucht. Er fragt sich, ob sein Leben noch lebenswert ist.
Wir lesen die Geschichte in 1. Könige 19,4-6: „Er selbst aber ging in die Wüste eine Tagesreise weit und kam und ließ sich unter einem einzelnen Ginsterstrauch nieder. Da wünschte er sich, sterben zu können und sagte: „Es ist genug. Nun, Herr, nimm mein Leben hin! Denn ich bin nicht besser als meine Väter.“ Dann legte er sich nieder und schlief unter dem Ginsterstrauch ein. Und siehe da, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: „Steh auf und iss!“ Und als er aufblickte, siehe, da lagen neben seinem Kopf ein Brotfladen, auf heißen Steinen gebacken, und ein Krug Wasser. Und er aß und trank und legte sich wieder hin.“
Elias Leben hatte einen Tiefpunkt erreicht. Es war nichts übriggeblieben. Er hatte alles gegeben und der Tank war leer.
Vielleicht beschreibt das gerade deine Situation. Du bist kurz davor aufzugeben. Du sagst dir: „Ich habe genug. Ich bin erledigt. Schluss mit dem Druck, Schluss mit den Kämpfen. Ich kann das alles nicht mehr ertragen. Ich habe keine Kraft mehr!“
Ist dir aufgefallen, dass Gott eingriff, als Elia am Ende seiner Kraft angekommen war? Am Ende der eigenen Kraft zu sein, am absoluten Tiefpunkt zu sein, ist keine schlechte Situation – zumindest nicht, wenn du auf Gott schaust. In deiner Schwäche zeigt sich Gottes Stärke.
Er ist bereit, dir im Augenblick deiner Not zu begegnen.
Bayless Conley
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