Freitag, 5. April 2013
Der Fischer und der Banker
Ein Banker stand in einem kleinen mexikanischen Fischerdorf am Pier und beobachtete, wie ein kleines Fischerboot mit einem Fischer an Bord anlegte. Er hat einige Thunfische geladen.

Der Banker gratulierte dem Mexikaner zu seinem prächtigen Fang und fragt, wie viele Stunden er für diesen Fang gebraucht habe. Der Mexikaner antwortete: „Ein paar Stunden nur. Nicht lange.“

Der Banker wiederum fragte: „Aber was tun Sie mit dem Rest des Tages?“ Der Fischer erklärte: „Ich schlafe morgens aus, gehe ein bisschen fischen, spiele mit meinen Kindern, mache mit meiner Frau Maria nach dem Mittagessen eine Siesta, gehe ins Dorf spazieren, trinke dort ein Gläschen Wein und spiele mit meinen Freunden Gitarre. Sie sehen, ich habe ein ausgefülltes Leben.“

Der Banker erklärte: „Ich bin ein Harvard-Absolvent und könnte Ihnen behilflich sein. Sie sollten mehr Zeit mit Fischen verbringen und von dem Erlös ein größeres Boot kaufen. Mit dem größeren Gewinn könnten Sie mehrere Boote kaufen, bis sie eine ganze Flotte besitzen. Statt den Fang an einen Händler zu verkaufen, könnten Sie direkt an eine Fischfabrik verkaufen und schließlich eine eigene Fischfabrik eröffnen. Sie könnten Produktion, Verarbeitung und Vertrieb selbst kontrollieren. Sie könnten dann dieses kleine Fischerdorf verlassen und nach Mexiko City oder Los Angeles oder vielleicht sogar New York City umziehen, von wo aus Sie dann Ihr ganzes Unternehmen leiteten.“

Der Fischer fragte: „Und wie lange wird dies alles dauern?“ Der Banker antwortete: „So etwa 15 bis 20 Jahre.“

Der Mexikaner fragte: „Und was dann?“ Der Banker lachte und sagte: „Dann kommt das Beste. Wenn die Zeit reif ist, können Sie mir Ihrem Unternehmen an die Börse gehen, Ihre Unternehmensteile verkaufen und sehr, sehr reich werden. Sie könnten Millionen verdienen.“

Der Mexikaner sagte: „Millionen!? Und dann?“ Der Banker erwiderte: „Dann können Sie aufhören zu arbeiten. Sie könnten ein kleines Fischerdorf an der Küste ziehen, morgens lange ausschlafen, ein bisschen fischen gehen, mit ihren Enkeln spielen, eine Siesta mit ihrer Frau machen, ins Dorf spazieren, am Abend ein Gläschen Wein genießen und mit Ihren Freunden Gitarre spielen.“

Verfasser unbekannt

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