Mittwoch, 28. November 2018
Höhenflug verhindert
Im Herbst lässt ein kleiner Junge seinen Drachen steigen. Er ist stolz darauf, denn schließlich hat er ihn selbst gebaut. Der Drache fliegt höher und höher. Jedes Mal wickelt der Junge ein wenig mehr Schnur ab. Wenn die Schnur ganz abgewickelt ist, hat der Drache seine endgültige Flughöhe erreicht.

Wenn der Drach sprechen könnte, würde er vielleicht sagen: „Wozu ich meine Flügel habe weiß ich. Aber wozu die Schnur da ist, kann ich mir nicht erklären. Wenn dieser dumme kleine Junge, die Schnur loslassen könnte, dann könnte ich vielleicht noch viel viel höher fliegen…“

Aber was würde geschehen, wenn der kleine Junge wirklich die Schnur losließe? Der Drache würde zu Boden stürzen. Denn durch die Spannung in der Schnur bleibt der Drache oben. Und das, was angeblich seinen Höhenflug verändert, ist gerade das, was ihn oben hält.

Könnte das in Deinem Leben nicht genauso sein?

Verfasser unbekannt

Mich hat diese kleine Geschichte sehr angesprochen, denn es spiegelt unsere Beziehung zu Gott wieder. Wie oft denken wir, dass die Gebote und Vorschriften der Bibel uns einengen und wir so daran gehindert werden, in unserem Leben wirklich glücklich zu werden? Die Drachenschnur entspricht diesen Geboten und Vorschriften. Und dann denken wir, wenn wir das alles hinter uns lassen, geht es uns besser.

Aber schauen wir uns die Geschichte vom Verlorenen Sohn an. Erst geht es ihm scheinbar besser. Er lebt ein Leben im Überfluss, keiner schränkt ihn ein. Er lebt seine Freiheiten aus. Aber wie lange???

Nachdem eine Hungersnot ins Land kommt, geht es ihm auch bald sehr schlecht. Und schließlich landet er bei den Schweinen…

Er erkennt, ich habe das Anrecht verloren, als Sohn meines Vaters zu geben. Aber besser als Knecht zu leben, als ganz vor die Hunde zu gehen… So geht er zurück.

Aber das erstaunliche geschieht: Sein Vater sieht ihn von weitem. Er hat bereits auf ihn gewartet. Er liebt ihn immer noch und er nimmt ihn wieder daheim auf. Nicht als Knecht, sondern als Sohn und er feiert ein großes Fest, weil er sich so freut, dass sein Sohn wieder daheim ist.

Wir alle wissen, dass die Geschichte vom Verlorenen Sohn eine Parabel ist und das Verhältnis zwischen uns und Gott beschreibt. Nur dann wenn ich in Gemeinschaft mit Gott lebe, kann ich wirklich Höhenflüge in meinem Leben erleben, ansonsten stürze ich ab und lande vielleicht auch bei den Schweinen…

Wie ist das bei Dir? Bist Du noch an der Drachenschnur mit Gott verbunden…

Liebe Grüße,
Deine Dani

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