Mittwoch, 30. März 2016
Alles meins?
Die Sonnenblume sagte: „Mein Nektar gehört mir. Ich lasse keine Biene naschen.“ Sie blühte noch eine kleine Zeit, verwelkte dann und hatte keine Frucht.

Das Weizenkorn sagte: „Ich bin ich!“ Es war prall und goldgelb, reif und voller Lebenskraft. „Ich lasse mich nicht in die Erde legen und aussäen.“ So blieb es heil und ganz für sich allein. Es wurde todeinsam und brachte keine Frucht.

Die Zitrone sagte: „Ich lasse mich doch nicht zerschneiden und auspressen.“ Sie lag noch eine Weile in der Obstschale, verfaulte dann aber, stank und landete im Mülleimer.

Jesus sagte: „Denn wer sein Leben erhalten will, der wirds verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wirds finden.“ (Matthäus 16, 25)

Gott möchte, dass wir ihm unser Leben anvertrauen und uns ihm ganz hingeben, dann und nur dann sind wir Gottes Kinder.

Außerdem sagte Jesus: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“( Johannes 12, 24)

Als Gottes Kinder sollen wir uns selbst aufgeben und allen Egoismus ablegen und uns ganz in Gottes Hände legen. Wer sein Leben vor dem teilen mit anderen bewahren will, der wird es verlieren. Aber wer es in Liebe verschenkt, wird das ganze Leben finden.

„Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ (Johannes 15, 4-5)

Nur wenn wir eng bei Gott bleiben, dann können wir echte Frucht bringen, denn nur mit Gott können wir Großartiges tun und bewirken.

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