Freitag, 29. März 2013
Dialog von Zwillingen- Eine Parabel auf die Ewigkeit
"Glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?"

"Ja, das gibt es.
Hier drinnen wachsen wir und werden stark
für das, was draußen kommen wird."


"Blödsinn, das gibt es doch nicht.
Es kann kein Leben nach der Geburt geben.
Wie soll denn das überhaupt aussehen?"

"Das weiß ich auch nicht genau.
Aber es wird sicher viel heller als hier sein.
Und vielleicht werden wir herumlaufen
und mit dem Mund essen?"


"So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört!
Herumlaufen, das geht doch gar nicht.
Und mit dem Mund essen, so eine verrückte Idee.
Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt.
Und wie willst du herumlaufen?
Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz."

"Doch es geht ganz bestimmt.
Es wird eben alles ein bisschen anders."


"Du spinnst!
Es ist noch nie einer zurückgekommen
von 'nach der Geburt'.
Mit der Geburt ist das Leben zu Ende.
Und das Leben ist eine Quälerei und dunkel."

"Ich gebe ja zu, dass keiner weiß,
wie das Leben nach der Geburt aussehen wird.
Jedenfalls werden wir dann unsere Mutter sehen
und sie wird für uns sorgen."


"Mutter?
Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter?
Wo ist sie denn bitte?"

"Na hier, überall um uns herum.
Wir sind und leben in ihr und durch sie.
Ohne sie könnten wir gar nicht sein!"


"Quatsch!
Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt,
also gibt es sie auch nicht."

"Doch,
manchmal, wenn wir ganz still sind,
kannst du sie singen hören.
Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt...."



Verfasser unbekannt

Diese Parabel ist ein Bild für das ewige Leben. Zwei Zwillinge unterhalten sich, der eine stellt alles in Frage, der andere hat einen festen Glauben an ein Leben nach der Geburt. Die Geburt symbolisiert hier den Tod, mit dem ein neues Leben in der Ewigkeit beginnt.

Der zweifelnde Embryo zweifelt das Leben nach der Geburt an. Sein bisheriger Lebensraum war der Uterus der Mutter darüber hinaus kann er sich kein weiteres Leben vorstellen. Dies ist ein Bild dafür, dass viele Menschen das Leben nach dem Tod anzweifeln und nicht daran glauben, dass es die Ewigkeit gibt.

Wenn der hoffnungsvolle Embryo sich Gedanken über das Leben nach der Geburt macht, das es heller sein wird, dass er herumlaufen wird und mit dem Mund essen wird, ist die Hoffnung oder der Glaube an einer Welt nach der Geburt. Wir wissen heute, dass diese Bilder keine Illusionen sind. Wir wissen, dass es außerhalb der Gebärmutter nach der Geburt viel heller sein wird. Wir wissen heute, dass wir einen Mund zum Essen haben und Füße zum Laufen.

Der zweifelnde Embyro kann sich das einfach nicht vorstellen. Er sieht nur die Dunkelheit um ihn herum, die Nabelschnur als Quelle seine Ernährung, und er macht sich über seinen Bruder lustig und verlacht ihn mit den Worten: „So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Herumlaufen, das geht doch gar nicht. Und mit dem Mund essen, so eine verrückte Idee.“

So ist das auch mit den Nichtchristen. Sie machen sich lustig, weil sie sich einfach keine Vorstellung davon machen können, wie das Leben nach dem Tod aussieht. Sie sehen alles in ihrer Begrenztheit und engen ihre Zukunft damit selbst ein. Sie lehnen das ewige Leben ab. Schließlich ist noch nie einer zurückgekommen…

Der Hoffnungsvolle Embyro lässt sich davon jedoch nicht irritieren. In ihm schlummert eine vage Ahnung von dem, was ihn erwartet… Er gibt seine Unsicherheit seinem Bruder gegenüber zu: „Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird.“

Außerdem weiß er von seiner Mutter und ihrer Liebe für ihn und seinen Bruder. Er glaubt fest daran, dass er sie sehen wird und dass sie für die beiden sorgen wird. Er erkennt sie an ihrer Stimme, wenn sie ihm Lieder singt und spürt ihre liebevollen Berührungen.

Sein Bruder hingehen, zweifelt die Existenz der Mutter an. Er versteht nichts über das andere Ende der Nabelschnur. Er sieht nicht, wer ihn eigentlich ernährt und ihm mit allem versorgt, was er für sein Leben braucht. Auch hier macht er sich wieder über seinen Bruder lustig, wenn er ihm versucht von der Liebe der Mutter zu erzählen: „Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht."

Genauso tun es auch viele Nichtchristen. Sie glauben nicht an Gott und seine Fürsorge, weil sie ihn nicht sehen können. Mit dem Tod ist für sie alles zu Ende und wenn man ihnen versucht, die Ewigkeit aufzuzeigen. Lehnen sie alles ab und machen sich lustig. Sie nehmen Gott nicht wahr, noch nicht einmal in der Natur, die sie umgibt. Sie merken nicht, dass schließlich alles von Gott kommt. Für sie ist das alles „Quatsch!“, denn sie nehmen die Liebe Gottes um sie herum nicht wahr.

Für uns Christen jedoch ist das anders. Wir dürfen uns auf die Ewigkeit freuen, denn auch wenn wir nicht genau wissen, was auf uns zukommt und wie das Leben dort aussieht. Der Heilige Geist gibt uns Gewissheit darüber, dass wir das ewige Leben haben. Wir vertrauen der Bibel und wissen, dass Gott es war, der uns das Leben geschenkt hat und er wir in ihm alles haben und ohne ihn gar nichts tun könnten. Wir fühlen seine Liebe zu uns, wenn wir in verschiedenen Situationen im Leben merken, dass er alles schon von langer Hand vorbereitet hat. Wir hören seine zarten Worte, wenn er durch die Bibel oder durch unser Gewissen direkt in unser Herz spricht. Und in Jesus sehen und erleben wir, wie sehr er uns lieb hat.

Freuen wir uns auf die Ewigkeit, wie der hoffnungsvolle Embryo auf seine Geburt. Aus der Bibel wissen wir, dass Gottes ewiges Licht auf uns wartet. Jesus ging nur vor, um Wohnungen für uns zu bereiten.

Lernen wir es doch neu, uns auf die Ewigkeit zu freuen, denn schließlich werden wir dann Gott persönlich gegenüber stehen und Gemeinschaft mit ihm haben und das eine Ewigkeit lang…

Ist das nicht wunderbar???!!!

Eure Dani

...bereits 3617 x gelesen