Sonntag, 28. Dezember 2014
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Der indische Evangelist Sundar Singh hat einmal gesagt:

„Christus ist die Nummer eins. Stellen wir die Eins an die Spitze und fügen nach rechts hin eine Anzahl Nullen an, so wird die Summe immer grösser, denn die Eins steht an der Spitze. Setzen wir aber die Nullen nach links hin an, dass die Eins am Schluss steht, werden alle diese Nullen bedeutungslos bleiben. Christus ist die Eins. Wer ihn ans Ende stellt, bleibt eine hoffnungslose Null. Wer ihn an die Spitze stellt, wird aufgewertet und wichtig.“

Was ist in unserem Leben die Nummer eins?
Was ist das Erste in einem neuen Jahr?

Nehmen die Angst vor dem Kommenden und die Trauer über das Vergangene die erste Stelle in uns ein?

Regieren uns die unheimlichen Sorgen um unser Lebensglück?

Oder ist der Herr der Zeit, der Machthaber der Welt, der König aller Könige, der Erste, der den Tod überwand, auch für uns die Nummer eins?

Ist Jesus in unserem Leben, in einem neuen Jahr das Wichtigste, dann können wir noch so klein und winzig, schwach und gebrechlich sein, unser Leben wird mit ihm kostbar und wertvoll, erfüllt und vollendet.

Steht Christus mit seiner Liebesmacht am Ende unserer Gedanken und Pläne, können wir noch so reich und erfolgreich, tüchtig und tatkräftig sein, es wird nichts bringen und nichts bedeuten. Wir bleiben null und nichtig.

Bei Gott, in der Geschichte, über den Kosmos, über den Tod und im Leben ist Jesus Christus der Herr.

Ist er es auch in uns, über das neue Jahr, in allem Wollen und Handeln, Denken und Fühlen, Lieben und Hoffen, Schaffen und Leiden?

“Gebt nur Gott und seiner Sache den ersten Platz in eurem Leben, so wird er euch auch alles geben, was ihr nötig habt.“ (Matthäus 6,33)

Dein ist der Tag und Dein die Nacht,
Dein, was versäumt, Dein, was vollbracht,
Dein Saat und Ernte, täglich Brot,
das Leben samt Geburt und Tod.

So gehn wir, Gott, aus dem, was war,
getrost mit Dir ins Neue Jahr,
ins Jahr, dem Du Dich neu verheißt,
Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Arno Pötzsch

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