Montag, 17. Dezember 2018
Der Kontext ist wichtig
Wir können ein Lehrbuch zur Hand nehmen und uns einen Satz aus dem Kontext reißen. Und dann lautstark behaupten, dass es in diesem Buch nur um die ausgewählte Passage geht. Dabei machen sich Menschen, die das Buch nicht kennen, ein ganz falsches Bild von dem Inhalt.

Jeder sollte wissen, dass ein einzelner Satz, ohne Kontext, keine gerechte Beurteilung von einem Buch berechtigt. Keiner von uns würde beim Kauf eines Buches nur einen Satz lesen, um sich ein Urteil zu bilden.

Das gleiche gilt auch beim Lesen der Bibel. Es ist sehr wichtig nicht nur einen Vers in Betracht zu ziehen und daraus alle Schlussfolgerungen zu machen. Manche betonen fast nur die Liebe und Gnade Gottes, während andere sehr viel Wert auf die Werke und Heiligung legen. Und beides ist wichtig.

Es kommt keiner in den Himmel, weil er so viele gute Taten ausgeübt hat, sondern nur mit dem Glauben an Jesus. Wir werden alle nur aus Gnade gerettet. Und unser Leben als Erlöste darf nicht so bleiben wie es vorher war. Dadurch dass wir nach unserer Bekehrung immer mehr zum Positiven verändert werden und auch versuchen Gutes zu tun, stehen wir vor Gott nicht besser da. Aber ein Leben in der Heiligung beweist das Gott wirklich in uns lebt.

"Nichts, keinen einzigen Teil eures Körpers
sollt ihr der Sünde als Werkzeug
für das Böse zur Verfügung stellen.
Dient vielmehr Gott mit allem, was ihr seid und habt.
Weil ihr mit Christus gestorben seid
und er euch neues Leben schenkte,
sollt ihr jetzt Werkzeuge in Gottes Hand sein,
damit er euch für seine Ziele einsetzen kann."
(Römer 6,13)


Wer auch als Christ bewusste Sünden nicht lassen möchte, verachtet Gottes Gnade. Wir sündigen auch als Christ jeden Tag, aber wenn uns Sünde egal ist, stimmt etwas nicht.

Andreas Wölk

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